Warum sich Musiker mit Breathwork beschäftigen sollten

In meiner mittlerweile über 25-jährigen Tätigkeit als professioneller Musiker, habe ich viele Dinge ausprobiert, viele Tricks und Tipps gehört, was man als Musiker machen sollte, um körperlich und geistig fit zu bleiben. Einige Dinge haben mir persönlich gar nichts gebracht, andere wenigstens Spaß, aber eine Sache deckt das komplette Spektrum des Wohlbefindens ab:

Breathwork

Die Kunst richtig zu atmen, die Kunst, den Atem bewusst zu steuern und so nicht nur den Körper, sondern auch den Geist fit zu halten.

Wenn wir Musik erschaffen, Kompositionen mit unserem eigenen Wesen füllen und Menschen damit berühren wollen, kommen wir nicht umhin, sehr selbstkritisch zu sein und uns mit uns selbst zu beschäftigen. Als MusikerIn musst du auch in der Lage sein, deine eigenen Ideen über den Haufen zu werfen, dir einzugestehen, dass nicht alles so toll ist, wie es gedacht oder auch gemacht war. Wir müssen also in der Lage sein, uns selbst zu bewerten und zu akzeptieren. Dieser Umstand verlangt einen klaren Kopf, einen fast schon analytischen Geist und vor allem hohe Konzentration.

Ich persönlich weiß von einigen Kollegen, denen das Angst macht, dass sie sich selbst „schlecht reden“, klein machen. Das Resultat ist nicht nur innerliche Unruhe und Sorge, sondern auch Beklemmungen, die sich auf die Physis und schlussendlich auf ihr Spiel auswirken. Dieser Kreislauf der ständigen Selbstbewertung muss aber nicht so weit führen und wenn du schon an dem Punkt bist, an dem du dich selbst kleinredest, atme!

Lerne tief und langsam zu atmen.

Lenke dein Bewusstsein auf die Einatmung und eine möglichst lange aber ruhige und entspannte Ausatmung!

Als Saxophonist bin ich in der glücklichen Lage, seitdem ich Blasinstrumente spiele „richtig“ zu atmen, bzw. dies zu üben: ich hole tief Luft, setze mein Instrument an und atme lange und ruhig aus. Das ist eine wichtige, grundlegende Übung im Breathwork!

Das kannst du auch ohne Instrument üben, bzw. solltest du auch üben, wenn du kein Blasinstrument spielst:

tief Luft holen – Luft kurz anhalten – lange & ruhig ausatmen

Solltest du kein Blasinstrument spielen, ist dir da schonmal aufgefallen, dass du an einigen Stellen schwieriger Passagen die Luft anhälst? Genau das führt zu körperlichem Stress und angespannten Muskeln. Dass dies ganz und gar nicht gut ist für deine musikalische Performance und dein körperliches Wohlbefinden beim Musizieren, sollte klar sein. Tiefe Ein- und Ausatmung mündet in tiefer Entspannung, dein Geist wird klarer, wacher und fokussierter. Deine Musikeln entspannen sich, können sich leichter und auch schneller bewegen.

Wenn du bewusstes Atmen, also Breathwork übst, kannst du deine Beklemmungen lösen, die körperlichen Reaktionen darauf ebenso, du bist konzentrierter bei der Sache. Breathwork hilft dir, deinen Geist zu kontrollieren, dir u.a. eventuell auftretende Podiumsängste zu nehmen und vor allem einen objektiveren Blick auf deine Arbeit als KünstlerIn zu bekommen.

Dabei ist Breathwork sehr einfach zu praktizieren, für Jede/n geeignet und überall durchführbar. Du benötigst keine spezielle Kleidung, Equipment oder auch viel Platz und kostet dich, einmal richtig gelernt, keinen Cent mehr.

Fang’ am Besten gleich hier mit mir, mit diesem Video an!

Wenn dich das Video neugierig auf Mehr gemacht hat, habe ich einen speziellen Breathwork-Kurs für MusikerInnen für dich…hier!

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