Meine Geschichte

Meine gesamte Kindheit und auch Jugend verbrachte ich einer Umgebung, in der ich viel draußen sein konnte, mich viel bewegen und ausprobieren konnte. Mit dem Ausprobieren, Experimentieren, „mal schauen was passiert“ ging es dann für mich in der Musik weiter und hier begann auch meine Reise mit dem Breathwork. Ohne es zu wissen.

Ich hatte bis ins frühe Erwachsenenalter hinein Probleme, mich wirklich zu fokussieren. Alles andere war interessanter als das, was gerade -von anderen Menschen- für mich für wichtig und beachtenswert erachtet wurde. Mich begeisterten immer recht schnell verschiedene Dinge und waren dann oft auch schnell wieder uninteressant.

Die einzigen Dinge, bei denen es mir nicht schwer fiel mich zu fokussieren waren Karate, die Musik und beim Windsurfen und Skateboarden.

Als ich begann Blasinstrumente zu spielen, musste ich zunächst -notgedrungen- Atemübungen machen. So blöd, wie sich das für mich in den ersten Stunden anhörte, so gut und interessant fand ich das dann. Intuitiv hatte ich wohl das Gefühl, dass mich diese Übungen nicht nur musikalisch und auf meinem Instrument weiterbrachten. Jedoch konnte ich in meiner Kindheit hier noch keinen Bogen schlagen, wie und dass ich dieses frühe Breathwork auch außerhalb der Musik anwenden konnte.

Schon immer hatten mich asiatische Kampfkünste fasziniert und zu welchen Leistungen Menschen fähig sind, wenn sie ihren Geist, ihren Fokus, ihre Konzentration bewusst einsetzen und schließlich in den Flow kommen. Diese Faszination brachte mich schließlich zum Taichi und QiGong. Seit gut 10 Jahren praktiziere ich diese beiden inneren Kampfkünste und habe gemerkt, wie sehr mir dies in meinem täglichen Leben hilft.

Nachdem ich 2018 meine Lehrtätigkeit als Saxophonlehrer zum große Teil aufgab, um an einer Grundschule Musik zu unterrichten, merkte ich jedoch nach kurzer Zeit, dass mir etwas fehlte.

Ich begann wieder täglich TaiChi und QiGong zu praktizieren, widmete mich wieder regelmäßig der Meditation. Schließlich konzentrierte ich mich mehr auf meine Atmung und belegte verschiedene Breathwork-Kurse. Von der ersten Stunde an bemerkte ich, wie gut mir Breathwork tat, körperlich, wie geistig, ich ausgeglichener wurde und ich besser in den Flow kam, wenn es darum ging, meine stetig länger werdende To-Do-Liste in den Griff zu bekommen.

Auch Aufgaben, die mir salopp gesagt, völlig gegen den Strich gingen, ließen sich besser bewältigen. Bald stellte sich eine Art „Entzug“ ein, wenn ich einmal einen Tag kein Breathwork übte. Da war mir klar, dass ich diese Disziplin vertiefen musste, ich bereit war auch anderen Menschen mit dieser Praxis zu helfen und machte eine Ausbildung zum Breathwork-Coach.

Ich begann schließlich das Pranayama-Breathwork zu leben. Einige Gewohnheiten änderten sich, ohne dass ich dies wissentlich forciert hätte. In kleinen Schritten fühlte ich mich körperlich und geistig besser, ausgeglichener und wenig gestresst (obwohl beruflich das Gegenteil der Fall hätte sein müssen!).

Allmählich begann bei mir eine stärkere Fokussierung auf meine Lebensweise, was Ernährung und geistige Gesundheit anging einzusetzen. Nein, ich wurde nicht von heute auf morgen Veganer (ich esse immer noch gerne mal ein Steak) oder dogmatisch. Ich kann mich heute noch mehr auf meine Intuition verlassen als früher und weiß, dass es gut ist für mich.